Endlich Chengdu

Nach 15 Tagen im Sattel sind wir endlich in Chengdu angekommen. Wir das sind Francesco und ich, den Italiener habe ich irgendwo vor Tongren aufgegabelt, ab Labrang haben wir dann beschlossen den Rest bis Chengdu gemeinsam zu fahren – ganz allein wird halt manchmal langweilig und von zu Haus wollte ja keiner mitkommen ūüėČ

In den 15 Tagen haben wir anstrengende 1200km und etwa 12-13000 H√∂henmeter zur√ľckgelegt. Der Support der einheimischen Bev√∂lkerung ist unglaublich Zeltpl√§tze sind in der Regel gar kein Problem und oft gibt es noch Abendessen und Fr√ľhst√ľck dazu, immer wieder halten gerade auf anstrengenden Strecken vorbeifahrende Wagen und reichen uns Wasser, Obst, sonstiges Essen oder Warme Getr√§nke. Letztere sind gerade bei den starken Temperaturunterschieden sehr Willkommen w√§rend wir auf den Hochebenen auf √ľber 3000m Tags√ľber von der Sonne mit 23 Grad verw√∂hnt werden frieren uns Nachts auch im Zelt alle Wasservorr√§te ein und kurz vor Ende der Berge kommen wir dann auch noch durch einige Schneepassagen. In eigentlich allen N√§chten in welchen es mal nicht gefriert weil wir weiter im Tal Zelten k√∂nnen regnet es nat√ľrlich. Dennoch sind wir w√§hrend der Fahrt nicht ein einziges mal Nass geworden.

So blieb steht’s gen√ľgend Motivation gro√üartige Restaurants am Stra√üenrand zu finden, umst√§ndlich die Sache mit dem ohne Fleisch zu erkl√§ren und hin und wieder auch das Mittagessen zum halben Preis oder gar f√ľr Noppes zu bekommen. Und das obwohl oder gerade weil wir mittlerweile sicherlich so gestunken haben das sie uns in Europa selbst bei Macces wieder rausgeflogen w√§ren.

Ab und zu treffen wir chinesische Radler davon auch einige auf gro√üer Tour,wobei sie sich meist aufs eigene Land beschr√§nken, was aber auch wirklich gro√ü genug ist. Kurz vor dem Tiel trafen wir heute aber auch noch einen ziemlich begeisterten Chinesen, welcher gerade gestern von einer 3 j√§hrigen Radtour heimgekommen ist, sein br√ľchiges englisch ist dabei mit Abstand das beste welches uns in den letzten 2 Wochen untergekommen ist.

Keine 30 Minuten später treffen wir auf der suche nach unserem Hostel auf 3 chinesische Studenten mit recht passablen MTBs, welche uns die letzten 5km eine Eskorte durch den rasanten Verkehr geben und uns direkt zum Ziel geleiten.

Es werden noch einige Bilder von unglaublichen Landschaften folgen. Chengdu selbst konnte ich heute noch nicht erkunden – bin aber schon unglaublich begeistert das erste mal in China mein eigenes Badezimmer zu haben.

Eines habe ich zu Chengdu aber schon herausgefunden, direkt vor dem Hostel gibt es mehrere St√§nde die hervorragendes Mapu Tofu verkaufen – nat√ľrlich schweine scharf!

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